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Welche Rolle spielt Cortisol für Müdigkeit?

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Welche Rolle spielt Cortisol für Müdigkeit?

Cortisol, das wichtigste Stresshormon des Menschen, folgt einem natürlichen Tagesrhythmus: Morgens ist der Spiegel hoch, um uns wach zu machen, und fällt über den Tag ab. Bei chronischem Stress oder Schlafmangel kann dieser Rhythmus gestört sein – dann bleibt Cortisol abends erhöht, was das Einschlafen erschwert und zu einer ‚erschöpften, aber überdrehten‘ Müdigkeit führt. Auch ein dauerhaft zu niedriger Cortisolspiegel (z. B. bei Nebennierenerschöpfung, die jedoch kein medizinisch anerkannter Begriff ist) wird mit Antriebslosigkeit in Verbindung gebracht. Die wissenschaftliche Evidenz ist hier gemischt: Klar belegt ist der Zusammenhang zwischen gestörter Cortisolrhythmik und Schlafstörungen sowie Burnout-Symptomen. Allerdings ist Müdigkeit multifaktoriell – Vitamin-D-Mangel, Eisenmangel, Schilddrüsenprobleme oder psychische Faktoren spielen oft eine größere Rolle. Ein einzelner Cortisolwert aus einer Heimblutprobe ist wenig aussagekräftig, da Cortisol starken Schwankungen unterliegt. Für Ihren Teenager mit Müdigkeit und Stimmungsschwankungen wäre ein Arztbesuch sinnvoller als ein Selbsttest. Eine ausführliche Anamnese und gezielte Labordiagnostik (inkl. Blutbild, Ferritin, TSH, Vitamin B12, Vitamin D) sind empfehlenswert. Cortisol allein erklärt selten die Ursache.

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