Die Verdauung von Eiweiß beginnt im Magen: Magensäure denaturiert die Proteine, Pepsin spaltet sie in Peptide. Im Dünndarm zerlegen Pankreasenzyme (Trypsin, Chymotrypsin) und Peptidasen der Darmwand die Peptide in einzelne Aminosäuren, die dann ins Blut aufgenommen werden. Dieser Prozess ist effizient und bei gesunden Menschen nicht limitierend. Marketing-Hype entsteht oft um angebliche Unterschiede in der Absorptionsgeschwindigkeit (z. B. Whey vs. Casein) oder um Enzympräparate, die die Verdauung angeblich verbessern sollen. Tatsächlich ist die Proteinverdauung bei ausreichender Magen- und Pankreasfunktion kaum optimierbar. Auch DNA-Tests, die personalisierte Proteinmengen versprechen, haben keine solide Evidenz – die Effektgrößen sind winzig, die Empfehlungen basieren meist auf Mechanismusstudien, nicht auf klinischen Endpunkten. Wer gesund ist, braucht weder spezielle Proteinpulver noch Enzyme. Der Hype dient vor allem dem Verkauf teurer Produkte.
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