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Evidenz-Check: Magnesium im Kontext von longevity

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Evidenz-Check: Magnesium im Kontext von longevity

Magnesium wird oft als ‚Anti-Aging-Mineral‘ beworben, doch die Evidenz für eine direkte Verlängerung der Lebensspanne ist begrenzt. Epidemiologische Studien zeigen Assoziationen zwischen niedrigen Magnesiumspiegeln und erhöhter Mortalität, insbesondere durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mechanistisch ist Magnesium an über 300 Enzymreaktionen beteiligt, darunter DNA-Reparatur, Entzündungsregulation und Mitochondrienfunktion – alles Prozesse, die mit dem Altern verknüpft sind. Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) zur Supplementierung mit Fokus auf Langlebigkeit fehlen jedoch weitgehend. Die meisten Daten stammen aus Beobachtungsstudien, die keine Kausalität belegen. Zudem variiert der Magnesiumbedarf individuell; ein Überschuss kann bei Niereninsuffizienz schädlich sein. Consumer-Tests, die ‚Magnesium-Genetik‘ analysieren (z. B. TRPM6-Varianten), haben keine klinische Validierung für die Dosierungsempfehlung. Fazit: Eine ausreichende Magnesiumzufuhr über die Nahrung (Vollkorn, Nüsse, grünes Blattgemüse) ist sinnvoll, aber eine Supplementierung zur Lebensverlängerung ist derzeit nicht evidenzbasiert. Vorsicht vor Marketing, das einzelne SNPs als ‚Longevity-Marker‘ überhöht.

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