Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das der Körper für die Funktion von Selenoproteinen benötigt – etwa für die Schilddrüsenhormonproduktion, das Immunsystem und den antioxidativen Schutz. Die Hauptquellen sind: Paranüsse (bereits 1–2 Nüsse decken den Tagesbedarf), Fisch und Meeresfrüchte (Thunfisch, Sardinen, Garnelen), Fleisch (vor allem Innereien wie Leber), Eier, Milchprodukte sowie pflanzliche Quellen wie Pilze (z. B. Steinpilze), Hülsenfrüchte und Getreide – allerdings hängt der Selengehalt von Pflanzen stark vom Boden ab. In Deutschland sind die Böden eher selenarm, daher kann eine abwechslungsreiche Ernährung sinnvoll sein. Ein Selenmangel ist selten, aber möglich bei einseitiger Ernährung oder bestimmten Erkrankungen. Vorsicht: Eine Überdosierung (vor allem durch Paranüsse oder Nahrungsergänzungsmittel) kann zu Selenose führen – Symptome sind Knoblauchgeruch, Haarausfall, Nagelveränderungen und Nervenschäden. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei etwa 55–70 µg für Erwachsene. Ein Bluttest kann den Selenstatus messen, ist aber nicht im Standard-Laborpanel enthalten. Die Evidenz basiert auf etablierten Ernährungsempfehlungen, nicht auf den bereitgestellten Kontextdokumenten.
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