Mythos: TSH-Werte allein bestimmen den Hautzustand. Fakt: TSH ist ein Steuerhormon der Schilddrüse, aber die peripheren Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 wirken direkt auf die Haut. Ein normaler TSH schließt eine Schilddrüsenfunktionsstörung mit Hautsymptomen nicht aus – insbesondere bei subklinischen Verläufen oder peripheren Resistenz. Mythos: Hohes TSH = trockene Haut, niedriges TSH = fettige Haut. Fakt: Bei Hypothyreose (hohes TSH) kommt es oft zu trockener, schuppiger, blasser Haut und Myxödem. Bei Hyperthyreose (niedriges TSH) ist die Haut eher warm, feucht und dünn. Aber es gibt viele andere Ursachen für Hautveränderungen (z. B. Hormone, Ernährung, Mikrobiom). Ein DNA-Test auf TSH-Gene (z. B. PDE8B) hat nur kleinen Effekt und ist nicht diagnostisch. Die klinische Beurteilung durch einen Arzt mit Blutbild (TSH, fT3, fT4, Antikörper) ist entscheidend. Evidenz: gut belegt durch endokrinologische Leitlinien und klinische Studien. Einschränkung: Hautsymptome sind unspezifisch; TSH allein reicht nicht für eine Diagnose.
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