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Myths vs Facts: Selen und Blutzucker

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Myths vs Facts: Selen und Blutzucker

Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das als Bestandteil von Selenoproteinen (z. B. Glutathionperoxidasen) antioxidativ wirkt und die Schilddrüsenfunktion unterstützt. In Bezug auf Blutzucker existieren jedoch widersprüchliche Daten: Einige Beobachtungsstudien deuten auf einen inversen Zusammenhang zwischen Selenstatus und Diabetesrisiko hin, während randomisierte kontrollierte Studien (z. B. die NPC-Studie) zeigten, dass eine Selensupplementation bei ausreichend versorgten Personen das Diabetesrisiko sogar erhöhen kann. Der Mechanismus könnte über eine Überexpression von Selenoproteinen die Insulinsignalkaskade stören. Fakt ist: Bei nachgewiesenem Selenmangel (z. B. durch Blutanalyse) kann eine Supplementation sinnvoll sein, aber eine pauschale Einnahme zur Blutzuckerkontrolle ist nicht evidenzbasiert und potenziell riskant. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Aufnahme von 60 µg/Tag für Erwachsene, die in der Regel über die Nahrung erreicht wird. Ein Mythos ist, dass Selenpräparate Diabetes heilen oder vorbeugen – dies ist durch aktuelle Studien nicht belegt.

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