warum nimmt man in den wechseljahren zu — was bedeutet das genau?
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TIKKI Wissensantwort
Die Gewichtszunahme in den Wechseljahren ist ein komplexes Phänomen, das nicht allein auf die hormonelle Umstellung zurückgeführt werden kann. Der sinkende Östrogenspiegel verändert die Fettverteilung hin zu mehr Bauchfett (viszerales Fett) und kann den Grundumsatz leicht senken. Gleichzeitig spielen altersbedingter Muskelabbau (Sarkopenie), veränderte Insulinsensitivität und oft auch psychosoziale Faktoren wie Stress oder Schlafstörungen eine Rolle. Die Evidenz aus Beobachtungsstudien zeigt, dass die Gewichtszunahme in der Perimenopause im Durchschnitt etwa 0,5–1 kg pro Jahr beträgt, aber stark variiert. Wichtig: Die Menopause an sich ist nicht die alleinige Ursache – viele Frauen nehmen auch ohne Hormonveränderung im mittleren Alter zu. Ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Protein, Krafttraining und Schlafhygiene kann die Gewichtszunahme abfedern. Die Aussagekraft von Gentests für die individuelle Gewichtsentwicklung in den Wechseljahren ist sehr gering. Die meisten kommerziellen DNA-Tests überschätzen den Einzelmarker-Effekt massiv. Eine evidenzbasierte Beratung sollte daher auf Ernährung, Bewegung und Lebensstil fokussieren, nicht auf genetische Risikoprofile.
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