Stress ist im Alltag dann sinnvoll, wenn er als kurzfristige, bewältigbare Herausforderung auftritt – sogenannter Eustress. Er aktiviert das sympathische Nervensystem, steigert Aufmerksamkeit, Konzentration und Leistungsfähigkeit. Beispiele sind sportliche Höchstleistungen, Prüfungen oder Deadlines. Dieser akute Stress fördert die Anpassungsfähigkeit (Hormesis) und kann langfristig Resilienz aufbauen. Problematisch wird Stress, wenn er chronisch wird, also keine Erholungsphasen folgen. Dann steigen Cortisol, Entzündungsmarker und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Burnout und Immunschwäche. Die Grenze zwischen förderlichem und schädlichem Stress ist individuell und hängt von Genetik, Lebensstil und sozialer Unterstützung ab. MyBody-X-Tests können einzelne Stressmarker wie Cortisol messen, aber keine umfassende Stressdiagnose ersetzen. Die Evidenz für den Nutzen von Alltagsstress ist überwiegend mechanistisch und beobachtend; klare klinische Grenzwerte fehlen. Fazit: Kurzer, kontrollierter Stress ist sinnvoll; chronischer Stress ist schädlich. Achte auf ausreichende Erholung und Schlaf.
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