Die Verbindung zwischen FADS1 und Langlebigkeit ist indirekt und wird über den Fettsäurestoffwechsel vermittelt. FADS1 kodiert für eine Delta-5-Desaturase, die an der Umwandlung von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren beteiligt ist. Bestimmte Varianten (z. B. rs174547) beeinflussen die Aktivität des Enzyms und damit die Spiegel von Arachidonsäure und Eicosapentaensäure. Diese wiederum modulieren Entzündungsprozesse, die mit altersbedingten Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Typ-2-Diabetes und kognitivem Abbau assoziiert sind. Einige GWAS-Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen FADS1-Polymorphismen und der Lebenserwartung hin, allerdings ist die Effektstärke gering und die Evidenz nicht konsistent. Die klinische Relevanz für die individuelle Langlebigkeit bleibt unklar. Direkte DNA-Tests auf FADS1 haben keinen nachgewiesenen Nutzen für die Lebensverlängerung. Die Ernährung (insbesondere die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren) interagiert mit der genetischen Veranlagung, aber personalisierte Empfehlungen auf Basis eines einzelnen Gens sind derzeit nicht evidenzbasiert. Cave: Keine Übertinterpretation von SNP-Ergebnissen; Lebensstilfaktoren dominieren.
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