Als Sportler mit Erschöpfungszuständen sind bestimmte Blutwerte relevant, um zwischen Übertraining, Mangelzuständen oder anderen Ursachen zu unterscheiden. Wichtige Marker: Ferritin (Eisenspeicher) – niedrige Werte können Müdigkeit und Leistungsabfall verursachen, besonders bei Ausdauersportlern. Vitamin D und B12 sind für Energie und Regeneration essenziell; ein Mangel ist häufig. Kreatinkinase (CK) zeigt Muskelbelastung an, aber stark erhöhte Werte deuten auf Übertraining oder Muskelschäden hin. Cortisol (morgens) und Testosteron (frei) geben Hinweise auf das Stress- und Regenerationssystem; ein niedriges Testosteron/Cortisol-Verhältnis kann auf Übertraining hindeuten. Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4) sollten ebenfalls geprüft werden, da eine Unterfunktion Müdigkeit verursacht. Wichtig: Diese Werte sind nur im klinischen Kontext aussagekräftig. Einzelne Messungen ohne Arzt können in die Irre führen. Consumer-Bluttests bieten oft nur grobe Orientierung. Bei anhaltender Erschöpfung ist ein Arztbesuch mit umfassender Diagnostik ratsam. Evidenz: gut belegt, aber individuelle Interpretation nötig.
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