DNA-Tests für Training (z. B. Genvarianten wie ACTN3 oder ACE) werden oft beworben, aber die wissenschaftliche Evidenz für eine individuelle Trainingssteuerung ist schwach. Die meisten untersuchten SNPs haben kleine Effekte und sind nicht prädiktiv für Trainingserfolg oder Verletzungsrisiko. Die Studienlage basiert überwiegend auf GWAS und Beobachtungsstudien, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien. Zudem sind viele der in Consumer-Tests enthaltenen Varianten (wie rs25531, rs16969968) für andere Bereiche relevant (Stress, Sucht) und nicht für Training. Ein DNA-Test kann allenfalls als zusätzliche Information in einem umfassenden Coaching dienen, ersetzt aber nicht die Berücksichtigung von Trainingskonsistenz, Ernährung, Schlaf und Regeneration. Ohne ärztliche oder sportwissenschaftliche Begleitung ist der Nutzen fraglich. Fazit: DNA-Test Training ist derzeit nur sinnvoll, wenn realistische Erwartungen bestehen und die Ergebnisse im Kontext anderer Faktoren interpretiert werden.
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