Die Risiken und Grenzen von Vitamin-D-Tests für Männer liegen vor allem in der Überschätzung der klinischen Aussagekraft. Viele Heimtests (auch von MyBody-X) messen nur 25(OH)D im Blut, ohne Faktoren wie Saison, Hauttyp oder Nierenfunktion zu berücksichtigen. Ein einzelner Wert sagt wenig über den tatsächlichen Bedarf aus – die Referenzbereiche sind nicht standardisiert und variieren zwischen Laboren. Zudem besteht die Gefahr einer unnötigen oder überhöhten Supplementierung, die zu Hyperkalzämie oder Nierensteinen führen kann. Für gesunde Männer ohne Risikofaktoren (z. B. Osteoporose, Malabsorption) ist ein Routinetest nicht evidenzbasiert. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine bedarfsgerechte Zufuhr über Sonne und Nahrung, nicht über Tests. Evidenz: human-moderate (Beobachtungsstudien, keine randomisierten kontrollierten Studien für asymptomatische Männer).
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