Wie stark ist die Evidenz für CYP2D6 in der Nutrigenetik?
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TIKKI Wissensantwort
Die Evidenz für CYP2D6 in der Nutrigenetik ist insgesamt schwach bis moderat. CYP2D6 ist vor allem als pharmakogenetischer Marker bekannt, der den Abbau vieler Medikamente beeinflusst. In der Nutrigenetik gibt es Hinweise auf eine Rolle beim Koffeinstoffwechsel (z. B. Abbau von Koffein zu Paraxanthin) sowie bei der Verarbeitung bestimmter sekundärer Pflanzenstoffe. Allerdings fehlen große, reproduzierte Humanstudien, die einen klaren Nutzen für personalisierte Ernährungsempfehlungen belegen. Die Effektgrößen sind meist klein, und die Ergebnisse aus GWAS-Studien sind oft nicht in Interventionsstudien validiert. Zudem überschätzen direkte Konsumententests häufig die klinische Relevanz. Daher sollte CYP2D6 in der Ernährungsberatung nur als ergänzender Hinweis und nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage verwendet werden.
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