Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das für Immunfunktion, Proteinsynthese, Wundheilung und antioxidative Abwehr wichtig ist – alles Prozesse, die für Sportler relevant sind. Ein Zinkmangel kann die sportliche Leistungsfähigkeit und Regeneration beeinträchtigen. Allerdings ist ein Mangel bei Sportlern nicht automatisch häufiger als in der Allgemeinbevölkerung; eine ausgewogene Ernährung deckt meist den Bedarf. Die Evidenz für eine leistungssteigernde Wirkung einer Zinksupplementation bei bereits ausreichend versorgten Athleten ist schwach. Ein DNA-Test (z. B. auf SLC30A8-Varianten) kann Hinweise auf einen erhöhten Bedarf geben, aber die Effektstärken sind gering und die Ergebnisse nicht direkt handlungsleitend. Blutuntersuchungen (Serumzink) sind aussagekräftiger. Vorsicht: Zu hohe Zinkdosen (über 25 mg/Tag langfristig) können Kupfermangel und neurologische Symptome verursachen. Fazit: Zink ist sinnvoll, wenn ein Mangel vorliegt. Ohne Defizit bringt eine Supplementierung keinen gesicherten Vorteil. Bei Unsicherheit ist ein ärztlicher Check empfehlenswert.
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