FADS1 (Fettsäure-Desaturase 1) beeinflusst die Umwandlung von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Varianten in FADS1 sind in GWAS mit erhöhten Entzündungsmarkern und Allergierisiko (z. B. Ekzem, Asthma) assoziiert, jedoch ist die Effektgröße klein und die Evidenz moderat. Die MyBody-X-Nutrigenetik kann diese Varianten analysieren, aber ein direkter kausaler Effekt auf Allergien ist nicht belegt. Die FADSDIET2-Studie (genotypbasierter RCT) und VITAL-FADS-Reanalyse deuten auf eine Interaktion mit der PUFA-Zufuhr hin: Träger bestimmter Allele könnten von einer erhöhten Omega-3-Zufuhr profitieren, um Entzündungen zu modulieren. Allerdings ist die klinische Relevanz für Allergieprävention oder -therapie unklar. Wichtig: Allergien sind multifaktoriell; FADS1 ist nur ein Baustein. Eine Ernährungsumstellung sollte nicht allein auf diesem Genotyp basieren. Bei bestehenden Allergien ist ärztliche Abklärung vorrangig. Evidenz: human-moderate (GWAS, RCT-Ansätze). Quellen: keine spezifischen PMIDs im Kontext.
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