HsCRP (hochsensitives C-reaktives Protein) ist ein Entzündungsmarker, der mit Übergewicht und kardiovaskulärem Risiko assoziiert ist. Bei Abnehmversuchen kann ein erhöhter hsCRP-Wert auf eine chronische, niedriggradige Entzündung hinweisen, die oft durch viszerales Fettgewebe vermittelt wird. Studien zeigen, dass eine moderate Gewichtsreduktion (5–10 %) den hsCRP-Spiegel signifikant senken kann – unabhängig von der Diätform. Allerdings ist hsCRP kein direkter Marker für die ideale Makronährstoffverteilung. Die Evidenz für eine personalisierte Diät basierend auf hsCRP ist schwach; vielmehr ist der Kalorienüberschuss und die Fettmasse der entscheidende Treiber. Achtung: Akute Infekte, Rauchen oder Verletzungen können hsCRP vorübergehend erhöhen und die Interpretation verfälschen. Ein einzelner Wert reicht nicht für eine klinische Entscheidung. Bei persistierend erhöhtem hsCRP trotz Gewichtsverlust sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen (z. B. Ausschluss rheumatischer Erkrankungen). Zusammenfassend: HsCRP kann als Motivations- und Verlaufsparameter dienen, aber nicht als alleinige Grundlage für eine Diätempfehlung. Die Kombination mit anderen Biomarkern (z. B. Blutfette, Glukose) und einer ärztlichen Beratung ist sinnvoll.
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