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Evidenz-Check: AMH im Kontext von Fruchtbarkeit

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Evidenz-Check: AMH im Kontext von Fruchtbarkeit

AMH (Anti-Müller-Hormon) wird häufig als Marker für die ovarielle Reserve vermarktet, insbesondere in Heimtests. Die Evidenz zeigt eine moderate Korrelation mit der Anzahl verbleibender Eizellen, jedoch keine verlässliche Vorhersage für die Fruchtbarkeit oder den Erfolg einer Kinderwunschbehandlung. Studien belegen, dass AMH-Werte stark zyklusabhängig und durch Faktoren wie hormonelle Verhütung, BMI oder ethnische Zugehörigkeit beeinflusst werden können. Ein niedriger AMH-Wert bedeutet nicht zwangsläufig Unfruchtbarkeit, ebenso garantiert ein hoher Wert keine Schwangerschaft. Die klinische Leitlinie (z. B. NICE) empfiehlt AMH nicht als alleinigen Fertilitätsmarker. Heimtests unterliegen zudem präanalytischen Schwankungen (Lagerung, Transport). Daher ist eine ärztliche Interpretation unerlässlich. Evidenz: human-moderate – die Assoziation mit ovarieller Reserve ist gut belegt, die prädiktive Aussagekraft für Lebendgeburten jedoch begrenzt. Sicherheitshinweis: AMH-Tests sollten nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage für Familienplanung oder Supplementierung dienen.

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