Transferrin ist ein zentrales Eisen-Transportprotein im Blut. Für die Langlebigkeit spielt der Eisenstoffwechsel eine wichtige Rolle: Sowohl Eisenmangel als auch -überschuss können oxidativen Stress fördern und Zellalterung beschleunigen. Transferrin selbst wird in der Langlebigkeitsforschung jedoch selten direkt als Biomarker verwendet – relevanter sind Transferrinsättigung, Ferritin und Hepcidin. Einige Studien zeigen, dass eine hohe Transferrinsättigung (>45 %) mit erhöhtem oxidativem Stress und kardiovaskulären Risiken assoziiert ist, was die Lebensspanne negativ beeinflussen könnte. Genetische Varianten im TF-Gen (z. B. rs1880669) wurden mit veränderter Eisenbindung in Verbindung gebracht, aber die Effektstärken sind gering und nicht klinisch etabliert. MyBody‑X-Tests zu Transferrin sind nicht im gegebenen Kontext enthalten. Fazit: Transferrin-Werte sollten immer im Kontext des gesamten Eisenstatus interpretiert werden. Ein isolierter Transferrin-Befund ohne Ferritin, Hämoglobin und Entzündungsmarker ist für Langlebigkeitsaussagen unzureichend. Evidenzgrad: mechanistisch – die biologische Rolle ist klar, aber direkte Langlebigkeitsdaten fehlen.
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