Das Thema ‚Jojo-Effekt vermeiden‘ wird oft mit Gentests wie dem MyBody-X DNA Nutrition Test in Verbindung gebracht. Die Idee: Bestimmte Genvarianten (z. B. rs174575 im FADS2-Gen) könnten beeinflussen, wie der Körper Fette verstoffwechselt, und so das Risiko für Gewichtszunahme nach einer Diät erhöhen. Allerdings ist die wissenschaftliche Evidenz für solche Zusammenhänge schwach. Die meisten Assoziationen sind populationsspezifisch und haben nur kleine Effekte. Der Jojo-Effekt selbst ist ein komplexes Zusammenspiel aus Stoffwechselanpassung, Hormonregulation (z. B. Leptin, Ghrelin) und Verhaltensfaktoren – nicht allein durch einzelne Gene erklärbar. MyBody-X-Tests sind als Lifestyle-Produkte konzipiert, nicht als medizinische Diagnostik. Sie können Tendenzen aufzeigen, aber keine Diät vorschreiben oder den Jojo-Effekt verhindern. Nachhaltiger Gewichtsverlust erfordert eine langfristige Umstellung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten. Wer den Jojo-Effekt vermeiden möchte, sollte auf ausreichend Protein, langsame Gewichtsabnahme und den Erhalt von Muskelmasse achten – unabhängig vom Genotyp. Die Evidenz für genetische Prävention des Jojo-Effekts ist derzeit als Marketing einzustufen.
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