Häufige Fehler bei der Interpretation von Gentests zur Menopause sind: 1) Überbewertung einzelner SNPs – Marker wie ESR1 oder MCM8 haben nur schwache Assoziationen mit dem Menopausenalter, erklären aber weniger als 5 % der Varianz. 2) Verwechslung von Korrelation mit Kausalität – viele Studien sind assoziativ, nicht experimentell. 3) Ignorieren von Lebensstilfaktoren – Rauchen, BMI und Stress beeinflussen den Menopausenzeitpunkt stärker als die meisten genetischen Varianten. 4) Glaube an „die“ Menopause-Genetik – tatsächlich sind Dutzende Gene beteiligt, kein einzelner Test liefert eine verlässliche Prognose. 5) Fehlinterpretation von Risikowerten – ein erhöhtes genetisches Risiko für frühe Menopause bedeutet nicht zwangsläufig eine frühe Menopause. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch oder aus GWAS abgeleitet, selten klinisch bestätigt. Verbraucher sollten solche Tests als Orientierung, nicht als Diagnose verstehen.
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