Die Studienlage zu ‚Sportgenen‘ bei Frauen ist dünn und oft nicht geschlechtsspezifisch untersucht. Die meisten Assoziationsstudien zu Leistungsgenen wie ACTN3 (R577X), ACE (I/D) oder PPARA (rs4253778) wurden an gemischten oder rein männlichen Kohorten durchgeführt. Geschlechtsspezifische Analysen fehlen häufig oder haben zu kleine Fallzahlen. Zudem sind die Effekte meist klein und werden durch Training, Ernährung und Hormonstatus (z.B. Menstruationszyklus, Menopause) überlagert. Ein direkter DNA-Test zur ‚optimalen Sportart‘ ist wissenschaftlich nicht haltbar. Die Evidenz ist überwiegend mechanistisch oder aus GWAS abgeleitet, nicht aus randomisierten Studien. Verbraucher sollten skeptisch sein, wenn Unternehmen konkrete Trainingsempfehlungen allein aus Genvarianten ableiten.
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