STI-Tests (Tests auf sexuell übertragbare Infektionen) dienen primär der Erkennung von Erregern wie Chlamydien, Gonokokken oder HIV. Sie sind nicht als direkte Messung der Darmgesundheit konzipiert. Einige STI-Erreger können jedoch den Darmtrakt befallen (z. B. rektale Chlamydien oder Gonorrhö) und Symptome wie Durchfall oder Bauchschmerzen verursachen. Insofern kann ein STI-Test indirekt zur Darmgesundheit beitragen, wenn er eine solche Infektion aufdeckt. Die Darmgesundheit wird jedoch üblicherweise durch Stuhlanalysen (Mikrobiom, Entzündungsmarker, Parasiten) beurteilt. STI-Tests sind kein Ersatz für eine umfassende Darmdiagnostik. Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Evidenz für einen direkten Zusammenhang zwischen STI und Darmgesundheit schwach, es sei denn, es liegen spezifische Risikofaktoren vor. Bei Symptomen oder Risikoverhalten ist ein STI-Test sinnvoll, aber für die allgemeine Darmgesundheit sind andere Tests (z. B. Calprotectin, Mikrobiom) besser geeignet.
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