Die Verbindung zwischen FUT2 und Fruchtbarkeit ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend belegt, um daraus klare Handlungsempfehlungen abzuleiten. FUT2 kodiert für eine Fucosyltransferase, die den Sekretor-Status bestimmt – also ob Blutgruppenantigene in Körperflüssigkeiten wie Speichel oder Zervixschleim vorkommen. Einige Studien deuten auf einen Zusammenhang mit der Vitamin-B12-Aufnahme und dem Homocystein-Stoffwechsel hin, was indirekt die Fruchtbarkeit beeinflussen könnte. Allerdings sind die Effekte klein, polygen und stark von Umweltfaktoren abhängig. Direkte, reproduzierbare Assoziationen zwischen spezifischen FUT2-Varianten und Fertilitätsparametern (z. B. Einnistung, Spermienqualität) fehlen in der aktuellen Evidenz. MyBody-X-Tests können FUT2-Varianten erfassen, aber die klinische Relevanz für die persönliche Fruchtbarkeit ist unklar. Eine umfassende medizinische Abklärung bleibt der Goldstandard. Evidenz: unklar.
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