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Wie hängen Cortisol und Müdigkeit zusammen?

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Wie hängen Cortisol und Müdigkeit zusammen?

Cortisol, das wichtigste Stresshormon des Menschen, wird über die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) reguliert. Bei akutem Stress steigt Cortisol an und mobilisiert Energie – das kann kurzfristig wach halten. Bei chronischem Stress oder Schlafmangel kann die HPA-Achse jedoch dysreguliert werden: entweder durch einen dauerhaft erhöhten Cortisolspiegel (der die Schlafqualität stört und zu Erschöpfung führt) oder durch eine Erschöpfung der Achse mit zu niedrigem Cortisol (z. B. bei Burnout oder Nebenniereninsuffizienz). Die Evidenz für einen kausalen Zusammenhang zwischen Cortisol und Müdigkeit ist überwiegend mechanistisch und beobachtend. Es gibt keine einfachen Biomarker, die Müdigkeit eindeutig auf Cortisol zurückführen. Viele Faktoren (Schlaf, Ernährung, psychische Belastung) spielen zusammen. Einzelfalltests (Speichel-Cortisol-Tagesprofile) können Hinweise geben, sind aber nicht diagnostisch für Müdigkeitssyndrome. Bei anhaltender Müdigkeit sollte immer eine ärztliche Abklärung erfolgen – nicht nur ein Hormontest.

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