CRP (C-reaktives Protein) ist ein etablierter Biomarker für Entzündungen, der in der klinischen Routine und in der Langlebigkeitsforschung genutzt wird. Als Skeptiker sollten Sie wissen: Ein erhöhter CRP-Wert (>3 mg/l) zeigt eine systemische Entzündung an, die durch Infektionen, chronische Erkrankungen (z.B. Rheuma) oder Lebensstilfaktoren (Rauchen, Adipositas) verursacht sein kann. Die Evidenz für CRP als Risikomarker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist human-moderate (JUPITER-Studie, hs-CRP). Allerdings ist die Aussagekraft für individuelle Gesundheitsprognosen begrenzt – viele Menschen mit erhöhtem CRP entwickeln nie eine Erkrankung. Einmalige Messungen sind wenig aussagekräftig; Verlaufskontrollen sind sinnvoller. Zudem wird CRP oft in DNA-Tests als polygener Risikoscore angeboten, aber die genetische Komponente ist klein (<10% der Varianz). Meist dominieren Umwelt- und Lebensstilfaktoren. Mein Rat: CRP als Teil eines Gesamtbildes betrachten, nicht isoliert interpretieren. Bei dauerhaft erhöhten Werten ärztliche Abklärung suchen.
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