FADS1 kodiert für eine Delta-5-Desaturase, die an der Umwandlung von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren beteiligt ist. Einige Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass bestimmte Varianten in FADS1 mit veränderten Blutspiegeln von entzündungsmodulierenden Fettsäuren (z. B. EPA, DHA) assoziiert sind, was theoretisch allergische Entzündungen beeinflussen könnte. Die Evidenz ist jedoch überwiegend mechanistisch und populationsabhängig; direkte klinische Empfehlungen zur Allergieprävention oder -behandlung lassen sich daraus nicht ableiten. Umweltfaktoren, Ernährung und Mikrobiom spielen eine weitaus größere Rolle. Direkt-zu-Verbraucher-Tests, die eine ‚Allergiehilfe‘ durch FADS1 versprechen, übertreiben die Aussagekraft. Ein Fokus auf eine entzündungshemmende Ernährung (z. B. fettreicher Fisch, Leinsamen) ist sinnvoller als ein Gentest.
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