Der Zusammenhang zwischen LCT (Laktase-Persistenz) und Fruchtbarkeit ist ein Thema, bei dem Mythen und Fakten oft vermischt werden. Fakt ist: LCT bestimmt, ob Erwachsene Laktose verdauen können. Ein direkter genetischer Effekt auf die Fruchtbarkeit ist nicht belegt. Mythos: Milchprodukte seien ‚fruchtbarkeitsfördernd‘ oder ‚-schädlich‘. Studien zeigen, dass eine ausreichende Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr (oft aus Milch) die reproduktive Gesundheit unterstützen kann, aber der LCT-Status allein hat keinen nachgewiesenen Einfluss auf Empfängnis oder Hormonspiegel. Bei Laktoseintoleranz kann eine reduzierte Milchaufnahme zu Nährstoffdefiziten führen, was indirekt die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnte – das ist jedoch keine genetische Kausalität. Die Evidenzlage ist schwach: Es gibt keine großen GWAS, die LCT-Varianten mit Fruchtbarkeitsparametern assoziieren. Wer Fruchtbarkeitsprobleme hat, sollte sich auf gesicherte Faktoren wie Alter, Hormonstatus, Lebensstil und ärztliche Abklärung konzentrieren. Ein Gentest auf LCT liefert hier keine relevante Information.
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