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Was steht hinter dem Thema leaky gut tests?

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Was steht hinter dem Thema leaky gut tests?

Das Thema ‚Leaky Gut Tests‘ umfasst verschiedene Labortests, die angeblich die Durchlässigkeit der Darmbarriere messen sollen. Typische Marker sind Zonulin, Lactulose/Mannitol-Verhältnis oder IgG-Antikörper gegen Nahrungsmittel. Die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch schwach: Zonulin ist kein spezifischer Marker für ‚Leaky Gut‘, und die Tests sind nicht standardisiert. Viele Anbieter vermarkten sie als Grundlage für teure Diäten oder Supplemente, ohne dass klinische Studien einen klaren Nutzen belegen. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie (DGVS) und internationale Leitlinien raten von solchen Tests im Routinesetting ab. Ein positiver Test sagt nicht zwingend eine Erkrankung voraus und kann zu unnötigen Ängsten oder Fehlbehandlungen führen. Sinnvoll sind Leaky-Gut-Tests nur in spezialisierten gastroenterologischen Zentren bei klarer klinischer Fragestellung (z. B. Zöliakie, Morbus Crohn). Für gesunde Menschen ohne Symptome ist der Test nicht empfohlen. Die Evidenz ist überwiegend marketinggetrieben und mechanistisch, nicht patientenrelevant.

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