Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das für die Immunfunktion, Zellteilung und die Integrität der Darmschleimhaut wichtig ist. Studien zeigen, dass Zink bei akuter Diarrhö (besonders bei Kindern) die Dauer verkürzen kann. Auch bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa gibt es Hinweise auf einen positiven Effekt, da Zink die Barrierefunktion des Darms stärkt und entzündungshemmend wirkt. Allerdings ist die Evidenz für eine generelle „Darmgesundheit“ bei Menschen ohne Mangel oder spezifische Erkrankung schwach. Die meisten positiven Effekte wurden bei Zinkmangel beobachtet. Eine Überdosierung (über 25–40 mg/Tag) kann zu Kupfermangel, Übelkeit und Immunstörungen führen. Daher: Bei Verdacht auf Zinkmangel (z. B. durch ein Blutbild) oder bei bestimmten Darmerkrankungen kann eine Supplementierung sinnvoll sein – aber nicht als pauschales „Gut Health“-Mittel. Die Evidenzlage ist insgesamt moderat und stark kontextabhängig.
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