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Worauf achten bei Ferritin und Fruchtbarkeit?

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Worauf achten bei Ferritin und Fruchtbarkeit?

Ferritin ist ein Speicherprotein für Eisen und ein wichtiger Biomarker für die Eisenversorgung des Körpers. Bei Fruchtbarkeitsfragen spielt Eisen eine zentrale Rolle: Einerseits kann ein Eisenmangel (niedriges Ferritin) die Ovulation und Eizellqualität beeinträchtigen, andererseits kann ein Eisenüberschuss (hohes Ferritin) oxidativen Stress fördern und die Plazentafunktion stören. Die Evidenzlage ist jedoch überwiegend mechanistisch und basiert auf Beobachtungsstudien; randomisierte kontrollierte Studien zur kausalen Wirkung von Ferritin auf die Fruchtbarkeit fehlen weitgehend. Zudem wird Ferritin durch Entzündungen (Akute-Phase-Reaktion) verfälscht – ein erhöhter Wert kann auch auf eine Infektion oder chronische Entzündung hinweisen, nicht zwingend auf Eisenüberladung. Ein reiner Ferritinwert ohne CRP oder Transferrinsättigung ist daher nur eingeschränkt aussagekräftig. Consumer-Tests, die Ferritin isoliert messen, liefern keine Diagnose. Für eine Fruchtbarkeitsabklärung sollte Ferritin immer im Kontext eines vollständigen Eisenstatus und ärztlicher Beratung interpretiert werden. Die Evidenz ist als 'mechanistisch' einzustufen, da direkte klinische Endpunkte nicht ausreichend belegt sind.

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