CYP2D6 ist ein Enzym des Phase-I-Stoffwechsels, das für den Abbau vieler Medikamente (z. B. Betablocker, Antidepressiva, Opioide) und auch einiger Nahrungsbestandteile zuständig ist. Im Sportkontext gibt es keine direkte, evidenzbasierte Verbindung zwischen CYP2D6-Varianten und sportlicher Leistungsfähigkeit, Ausdauer oder Muskelaufbau. Die Genvariationen beeinflussen jedoch, wie schnell oder langsam bestimmte Arzneimittel verstoffwechselt werden – das kann für die Dosierung von Schmerzmitteln oder Asthmamedikamenten relevant sein. Einige Sportverbände stufen bestimmte Substanzen als dopingrelevant ein, deren Metabolisierung durch CYP2D6 beeinflusst wird. Ein Gentest auf CYP2D6 ist daher für die Sportoptimierung nicht sinnvoll, kann aber im Rahmen einer personalisierten Medizin bei Begleitmedikation hilfreich sein. Die Evidenz ist mechanistisch und nicht leistungsbezogen. Vorsicht vor überhöhten Versprechungen von Direct-to-Consumer-Tests.
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