Die Verbindung zwischen LCT (Laktase-Persistenz) und Langlebigkeit ist wissenschaftlich schwach belegt. LCT-Varianten (z. B. rs4988235) bestimmen, ob Erwachsene Laktose verdauen können – das hat primär ernährungsphysiologische Relevanz. Einige Beobachtungsstudien deuten auf einen Zusammenhang zwischen Milchkonsum und geringerem Risiko für bestimmte chronische Erkrankungen hin, aber kausale Effekte auf die Lebensspanne sind nicht belegt. Zudem sind die Effektstärken klein und stark von Bevölkerungsgruppe, Lebensstil und anderen Genen abhängig. Consumer-DNA-Tests überschätzen oft die klinische Bedeutung solcher Einzelnukleotid-Polymorphismen. Für die Langlebigkeit sind Faktoren wie Kalorienrestriktion, Bewegung, Schlaf und Stressmanagement weitaus relevanter als ein einzelnes Laktase-Gen. Evidenz: unklar / mechanistisch. Vorsicht: Keine direkte Empfehlung zur Ernährungsumstellung allein aufgrund des LCT-Genotyps.
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