welche mikronährstoffe sollte man testen lassen — was ist Marketing-Hype?
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TIKKI Wissensantwort
Nicht jeder Mikronährstoff-Test ist medizinisch sinnvoll. Aus evidenzbasierter Sicht sollten Sie nur gezielt testen lassen, wenn ein klinischer Verdacht oder ein Risikofaktor vorliegt. Zu den empfehlenswerten Tests gehören: Vitamin D (bei Osteoporose-Risiko, dunkler Haut, wenig Sonne), Vitamin B12 (bei Veganern, Magen-Darm-Erkrankungen, Älteren), Ferritin/Eisen (bei Blutarmut, Müdigkeit, starken Menstruationsblutungen) und ggf. Folsäure (bei Kinderwunsch). Auch Magnesium und Zink können bei bestimmten Symptomen sinnvoll sein – aber nicht als Routine-Screening. Marketing-Hype sind dagegen breite „Mikronährstoff-Panels“ mit 20+ Parametern, die oft ohne medizinische Indikation angeboten werden. Viele dieser Werte sind tagesformabhängig, teuer und führen zu unnötigen Supplementierungen. Besonders kritisch: DNA-basierte Nährstofftests (z. B. MTHFR, Vitamin-Rezeptor-Gene). Die klinische Validierung ist schwach; die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und die ACMG raten davon ab. Ein Bluttest auf Homocystein oder Methylmalonsäure ist aussagekräftiger als ein Gentest. Fazit: Lassen Sie nur das testen, was Ihr Arzt aufgrund Ihrer Beschwerden oder Risiken empfiehlt. Alles andere ist oft Geldverschwendung und kann zu Fehlinterpretationen führen.
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