Die Frage, ob Vitamin D (25-OH) die Langlebigkeit fördert, ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Vitamin D ist essenziell für Knochengesundheit, Immunfunktion und Zellregulation – alles Faktoren, die theoretisch die Lebensspanne beeinflussen könnten. Beobachtungsstudien zeigen oft einen Zusammenhang zwischen niedrigen 25-OH-Spiegeln und erhöhter Gesamtmortalität. Allerdings liefern randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) keine konsistente Evidenz, dass eine Supplementierung die Lebensdauer verlängert. Zudem kann ein Zuviel an Vitamin D toxisch wirken (Hyperkalzämie). Die individuelle Genetik (z. B. VDR-Varianten) moduliert den Bedarf, aber direkte Langlebigkeits-Gene sind nicht ausreichend belegt. Fazit: Ein optimaler 25-OH-Spiegel (ca. 30–50 ng/ml) ist sinnvoll für die allgemeine Gesundheit, aber als „Anti-Aging-Mittel“ überschätzt. Evidenzgrad: mechanistisch/unklar. Caveat: Keine Hochdosis-Supplementierung ohne ärztliche Kontrolle.
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