Die Frage nach VDR (Vitamin-D-Rezeptor) und Fatigue ist berechtigt, aber die Evidenz ist dünn. VDR-Genvarianten (z. B. rs2228570, rs1544410) beeinflussen die Vitamin-D-Aufnahme und -Signalübertragung. Einige Studien zeigen Assoziationen zwischen bestimmten VDR-Polymorphismen und Müdigkeit, insbesondere bei Vitamin-D-Mangel oder Autoimmunerkrankungen. Allerdings ist Fatigue multifaktoriell – Schlaf, Stress, Ernährung, Schilddrüse, Eisenstatus und psychische Faktoren spielen meist eine größere Rolle. Ein reiner DNA-Test auf VDR kann keine Fatigue-Diagnose stellen. Wichtiger: Lassen Sie Ihren 25(OH)-Vitamin-D-Spiegel im Blut messen (Ziel 30–50 ng/ml). Bei Mangel kann Supplementierung die Müdigkeit bessern, aber nur, wenn der Mangel ursächlich ist. Vorsicht vor Überdosierung (Toxizität ab >100 ng/ml). Die Evidenz für VDR-Gentests als Fatigue-Marker ist schwach bis moderat (GWAS, mechanistisch). Verlassen Sie sich nicht allein auf Gentests; eine umfassende ärztliche Abklärung ist ratsam.
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