Die Frage nach Folsäure im Kontext von Allergien ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Einige Beobachtungsstudien deuten auf einen möglichen Zusammenhang zwischen mütterlicher Folsäure-Supplementation während der Schwangerschaft und einem erhöhten Allergierisiko beim Kind hin – andere Studien finden keinen Effekt oder sogar einen Schutz. Die Evidenz ist insgesamt widersprüchlich und basiert meist auf Assoziationsstudien, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien (RCTs). Zudem können genetische Varianten im Folatstoffwechsel (z. B. MTHFR) die individuelle Wirkung beeinflussen. Wichtig: Folsäure wird zur Prävention von Neuralrohrdefekten empfohlen; eine Reduktion oder Vermeidung allein aus Allergieangst ist nicht gerechtfertigt. Consumer-DNA-Tests zu Folat-Genen liefern keine klinisch verwertbare Aussage zum persönlichen Allergierisiko. Evidenz: unklar, basierend auf mechanistischen und Beobachtungsdaten.
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