welche blutwerte bei erschöpfung und müdigkeit — was ist Marketing-Hype?
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TIKKI Wissensantwort
Bei Erschöpfung und Müdigkeit werden häufig Blutwerte wie Eisen, Ferritin, Vitamin B12, Vitamin D, Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4) und Cortisol gemessen. Diese können medizinisch sinnvoll sein, wenn ein Mangel oder eine Funktionsstörung vorliegt. Als Marketing-Hype sind jedoch viele erweiterte ‚Erschöpfungs- oder Burnout-Panels‘ zu werten, die ohne klare Indikation zahlreiche Hormone (z. B. DHEA, Testosteron, Östradiol) oder Mikronährstoffe testen. Auch der Begriff ‚Nebennierenerschöpfung‘ (Adrenal Fatigue) ist wissenschaftlich nicht anerkannt – ein einzelner erhöhter Cortisolwert aus einem Heimtest ist meist nicht aussagekräftig. Ebenso übertreiben manche DNA-Tests (z. B. zu MTHFR oder LEP) die Bedeutung kleiner genetischer Varianten für die Energie. Die Evidenz für solche Tests ist schwach. Sinnvoll ist eine ärztliche Abklärung mit Fokus auf die häufigsten Ursachen: Eisenmangel, Vitamin-B12-Mangel, Schilddrüsenunterfunktion, Vitamin-D-Mangel und Schlafapnoe. Lassen Sie sich nicht von aufwändigen, teuren Panels blenden, die oft nur Verunsicherung stiften.
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