Entzündungswerte im Blut wie C-reaktives Protein (CRP) oder Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) sind unspezifische Marker, die auf eine akute oder chronische Entzündung hinweisen können – aber auch auf Infektionen, Gewebeschäden oder Autoimmunerkrankungen. Die Interpretation ist ohne ärztliche Einordnung schwierig, da viele Faktoren (Alter, Rauchen, Medikamente) die Werte beeinflussen. Direkt-to-Consumer-DNA-Tests, die angeblich ein „Entzündungsrisiko“ anzeigen, sind meist nicht klinisch validiert. Die vorliegenden Kontextinformationen enthalten keine spezifischen Studien zu Entzündungsmarkern; die Evidenzlage ist daher unklar. Ein erhöhter CRP-Wert allein rechtfertigt keine Selbstdiagnose oder Therapie. Bei wiederholt auffälligen Werten ist eine ärztliche Abklärung mit weiterführenden Untersuchungen (z. B. Differentialblutbild, Autoantikörper) notwendig. Auch wenn genetische Varianten (z. B. im IL-6-Gen) mit Entzündungsprozessen assoziiert sein können, ist der prädiktive Wert für den Einzelfall gering. Verbraucher sollten sich nicht allein auf Gentests verlassen, sondern den klinischen Gesamteindruck berücksichtigen.
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