wie kann man cortisol messen — welche Blutwerte sind relevant?
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TIKKI Wissensantwort
Cortisol wird primär über Blut, Speichel oder Urin gemessen. Im Blut sind die relevantesten Werte: morgendliches Serum-Cortisol (Referenzbereich meist 5–25 µg/dl, abhängig von Labor und Tageszeit), freies Cortisol im Speichel (spiegelt das biologisch aktive Cortisol wider) sowie das Cortisol im 24-Stunden-Urin (erfasst die Gesamtproduktion). Zusätzlich wird oft ACTH (adrenocorticotropes Hormon) bestimmt, um die Ursache einer Fehlregulation zu klären (z. B. Morbus Cushing vs. Nebenniereninsuffizienz). Wichtig: Ein einzelner Blutwert ist wenig aussagekräftig, da Cortisol einer starken zirkadianen Rhythmik unterliegt (morgens hoch, abends niedrig) und durch Stress, Schlafmangel oder Medikamente verfälscht wird. Consumer-Labortests (z. B. Heimtests für Speichel-Cortisol) können Hinweise geben, sind aber nicht diagnostisch und ersetzen keine ärztliche Abklärung. Bei Verdacht auf Cortisol-Dysregulation (z. B. chronische Müdigkeit, Gewichtszunahme, Bluthochdruck) ist ein Endokrinologe aufzusuchen, der standardisierte Stimulationstests (z. B. Dexamethason-Hemmtest) durchführt. Die Evidenz für die genannten Blutwerte beruht auf jahrzehntelanger klinischer Praxis, nicht auf den hier bereitgestellten Kontexten.
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