Der CRP-Wert (C-reaktives Protein) ist ein Laborparameter, der die Konzentration eines Akute-Phase-Proteins im Blut misst. CRP wird in der Leber als Reaktion auf Entzündungsbotenstoffe wie Interleukin-6 gebildet. Ein erhöhter CRP-Wert deutet auf eine akute oder chronische Entzündung hin – mögliche Ursachen reichen von Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder Gewebeschäden bis hin zu kardiovaskulären Risiken (hier wird oft das hochsensitive CRP, hs-CRP, gemessen). Der Test ist unspezifisch: Er zeigt an, dass eine Entzündung vorliegt, aber nicht wo oder warum. Bei leichten Erhöhungen (z. B. 1–3 mg/l) kann ein moderates kardiovaskuläres Risiko bestehen, während Werte über 10 mg/l eher auf eine akute Infektion oder systemische Entzündung hindeuten. In der klinischen Praxis wird CRP häufig zur Verlaufskontrolle bei Infektionen oder chronisch-entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Bei Selbsttests für zu Hause (z. B. per Fingerstich) ist die Interpretation ohne ärztliche Einordnung schwierig, da viele Faktoren (Alter, Rauchen, Medikamente, leichte Infekte) das Ergebnis beeinflussen. Ein einzelner erhöhter Wert ist kein Grund zur Panik, sollte aber ärztlich abgeklärt werden. Die Evidenz für CRP als Entzündungsmarker ist stark (human-strong), für die kardiovaskuläre Risikobewertung mittels hs-CRP moderat (human-moderate).
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