APOA2 ist ein Gen, das für Apolipoprotein A-II kodiert, ein Bestandteil von HDL-Cholesterin. Ein verbreiteter Mythos besagt, dass eine bestimmte APOA2-Variante direkt die sportliche Leistungsfähigkeit beeinflusst. Tatsächlich zeigen Studien vor allem Assoziationen mit dem Körpergewicht und der Fettaufnahme – nicht mit Ausdauer oder Kraft. Einige Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Träger einer Risikovariante (z. B. rs5082) bei fettreicher Ernährung leichter an Gewicht zunehmen. Für Sportler bedeutet das: Die Genetik kann die Reaktion auf die Ernährung modulieren, aber nicht die Trainingsleistung selbst. Die Evidenz ist moderat (human-moderate) und basiert überwiegend auf Beobachtungsstudien. Ein direkter Nutzen für die Trainingssteuerung ist nicht belegt. Wer abnehmen oder die Körperzusammensetzung verbessern möchte, sollte eher auf eine ausgewogene Ernährung und individuelles Training achten, statt sich auf einzelne Genvarianten zu fixieren. MyBody-X-Tests liefern hier lediglich einen Hinweis, keine Handlungsanweisung.
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