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Evidenz-Check: Leaky Gut Test im Kontext von Langlebigkeit

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Evidenz-Check: Leaky Gut Test im Kontext von Langlebigkeit

Der Begriff „Leaky Gut“ (durchlässiger Darm) wird häufig im Kontext von Langlebigkeit und ganzheitlicher Gesundheit beworben. Die wissenschaftliche Evidenz ist jedoch gemischt: Während eine erhöhte intestinale Permeabilität bei bestimmten Erkrankungen (z. B. Zöliakie, Morbus Crohn) nachgewiesen ist, fehlen robuste Belege für einen eigenständigen „Leaky-Gut-Syndrom“ als Ursache von Alterungsprozessen oder chronischen Erkrankungen bei Gesunden. Kommerzielle Tests (z. B. auf Zonulin, Lactulose/Mannitol) sind oft nicht standardisiert, zeigen hohe intraindividuelle Schwankungen und werden von Fachgesellschaften nicht für das allgemeine Longevity-Screening empfohlen. Die Evidenz basiert überwiegend auf tierexperimentellen oder kleinen Humanstudien (mechanistisch, präklinisch). Für eine seriöse Langlebigkeitsdiagnostik sind validierte Biomarker wie hs‑CRP, HbA1c oder Lipide aussagekräftiger. Caveat: Ohne ärztliche Indikation können solche Tests zu Fehlinterpretationen und unnötigen Diäten führen.

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