VKORC1 kodiert für die Vitamin-K-Epoxid-Reduktase, ein Schlüsselenzym im Vitamin-K-Zyklus. Seine Hauptbedeutung liegt in der Pharmakogenetik: Varianten in VKORC1 beeinflussen die benötigte Dosis des Blutgerinnungshemmers Warfarin. Es gibt keine belastbare wissenschaftliche Evidenz, die einen direkten Zusammenhang zwischen VKORC1 und Gewichtsverlust herstellt. Einige Marketingquellen behaupten vage, dass Vitamin K den Fettstoffwechsel beeinflussen könne, aber selbst dann wäre VKORC1 nur ein indirekter Faktor unter vielen. Die Genetik des Gewichtsverlusts ist komplex und wird durch zahlreiche Gene (z. B. FTO, MC4R, PPARG) sowie Umwelt- und Lebensstilfaktoren bestimmt. Ein Gentest auf VKORC1 ist für die Gewichtsabnahme nicht zielführend. Wer abnehmen möchte, sollte sich auf kalorienbewusste Ernährung, Bewegung und Verhaltensänderung konzentrieren – nicht auf einzelne Genvarianten. Die Behauptung, VKORC1 könne beim Abnehmen helfen, ist wissenschaftlich nicht haltbar und eher dem Marketing zuzuordnen.
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