Die Länge des menschlichen Darms variiert individuell und beträgt im Durchschnitt etwa 7–9 Meter. Der Dünndarm macht mit 5–7 Metern den größten Teil aus, der Dickdarm etwa 1,5 Meter. Die genaue Länge hängt von Körpergröße, Alter und Messmethode ab – in vivo ist der Darm durch Muskeltonus kürzer als nach dem Tod. Für die Gesundheit ist weniger die absolute Länge entscheidend, sondern die Oberfläche: Durch Zotten und Mikrovilli entsteht eine Resorptionsfläche von rund 200–300 m². Eine kürzere Darmlänge (z. B. nach Resektion) kann zu Nährstoffmangel führen, eine übermäßige Länge ist kein eigenständiger Krankheitsmarker. In Verbrauchertests wird die Darmlänge nicht direkt gemessen; sie ist ein anatomischer Referenzwert, kein Biomarker. Die Aussagekraft für individuelle Ernährungs- oder Mikrobiom-Empfehlungen ist daher gering. Evidenz: gesichertes anatomisches Wissen, keine spekulative Genetik.
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