CRP (C-reaktives Protein) ist ein unspezifischer Entzündungsmarker, der bei akutem oder chronischem Stress erhöht sein kann – vermittelt über Cortisol, Adrenalin und Zytokine wie IL-6. Die Frage, ob eine CRP-Messung bei Stress sinnvoll ist, hängt vom Kontext ab: Im Rahmen einer ärztlichen Abklärung kann ein erhöhtes CRP auf eine stressbedingte Immunaktivierung hinweisen, ist aber nicht kausal oder spezifisch. Viele Faktoren (Infektionen, Rauchen, Adipositas, Ernährung) beeinflussen CRP stärker als psychischer Stress allein. Consumer-DNA-Tests, die CRP-Genetik (z. B. APOA2-Varianten) analysieren, haben nur begrenzte Aussagekraft, da die Heritabilität von CRP moderat ist und Umweltfaktoren dominieren. Die Evidenz für einen routinemäßigen CRP-Test bei Stress ist schwach; er kann allenfalls als Teil eines umfassenden Gesundheits-Checks dienen. Ohne klinische Symptome oder Risikofaktoren ist der Nutzen fraglich. Vorsicht vor Überinterpretation: Ein normaler CRP-Wert schließt stressbedingte Entzündungsprozesse nicht aus, und ein leicht erhöhter Wert ist oft nicht behandlungsbedürftig. Evidenzgrad: mechanistic/unclear.
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