Ernährung kann bei Haarausfall dann sinnvoll sein, wenn ein nachweislicher Nährstoffmangel vorliegt – etwa an Eisen, Zink, Vitamin D, B12 oder essenziellen Aminosäuren. In solchen Fällen kann eine gezielte Supplementierung oder Umstellung das Haarwachstum unterstützen. Bei der häufigsten Form, der androgenetischen Alopezie (erblich bedingter Haarausfall), spielt Ernährung dagegen meist eine untergeordnete Rolle; hier wirken eher topische oder systemische Medikamente. Auch bei diffusem Haarausfall durch Crash-Diäten oder Mangelernährung kann eine ausgewogene Kalorien- und Proteinzufuhr helfen. Wichtig: Ohne vorherige Labordiagnostik (z. B. Ferritin, Zink, Vitamin‑D‑Spiegel) bleibt eine Ernährungsumstellung oft wirkungslos. Verbraucher-Gentests auf ‚Haarausfall-Gene‘ sind meist nicht klinisch validiert und können keine individuelle Ernährungsempfehlung ersetzen. Die Evidenz für allgemeine ‚Anti-Haarausfall-Diäten‘ ist schwach; besser ist eine bedarfsorientierte, ärztlich begleitete Nährstoffoptimierung.
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