HbA1c ist ein Biomarker für die durchschnittliche Blutzuckerkontrolle der letzten 2–3 Monate und wird primär zur Diabetesdiagnostik und -verlaufskontrolle eingesetzt. Eine direkte Rolle bei Allergien besteht nicht. Allerdings deuten einige Beobachtungsstudien darauf hin, dass eine schlechte glykämische Kontrolle (erhöhtes HbA1c) mit einer verstärkten systemischen Inflammation einhergehen kann, was möglicherweise allergische Reaktionen oder Asthma verschlimmert. Die Evidenz ist jedoch schwach und überwiegend assoziativ; es gibt keine gesicherte kausale Verbindung. HbA1c ist kein Allergiemarker und sollte nicht als solcher interpretiert werden. Bei Allergien stehen IgE-vermittelte Reaktionen und spezifische Allergentests im Vordergrund. Ein erhöhter HbA1c-Wert kann auf einen unerkannten Diabetes oder Prädiabetes hinweisen, der wiederum die Immunregulation beeinflussen könnte – dies bleibt aber spekulativ. Für die klinische Praxis gilt: HbA1c und Allergien sind separate Domänen; eine erhöhte HbA1c-Konzentration rechtfertigt keine allergologische Diagnose oder Therapie.
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