Ferritin ist ein Speicherprotein für Eisen und ein wichtiger Biomarker für die Eisenversorgung des Körpers. Niedrige Ferritinwerte deuten auf Eisenmangel hin, während hohe Werte auf eine Eisenüberladung oder eine Entzündungsreaktion hindeuten können. Die Ernährung beeinflusst Ferritin direkt: Eisen aus tierischen Quellen (Häm-Eisen) wird besser aufgenommen als pflanzliches Nicht-Häm-Eisen. Vitamin C fördert die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen, während Phytate (z. B. aus Vollkorn) und Tannine (z. B. aus Tee) sie hemmen. Bei niedrigem Ferritin können eisenreiche Lebensmittel wie rotes Fleisch, Leber, Hülsenfrüchte und angereicherte Getreideprodukte helfen. Allerdings ist Vorsicht geboten: Ferritin ist ein Akute-Phase-Protein, das bei Entzündungen ansteigen kann – ein hoher Wert muss nicht zwingend auf eine gute Eisenversorgung hinweisen. Ohne ärztliche Abklärung sollte man keine hochdosierten Eisenpräparate einnehmen. Die Evidenz für Ernährungsempfehlungen bei Ferritinwerten ist überwiegend beobachtend und mechanistisch; randomisierte Studien zu spezifischen Ferritin-Zielen fehlen oft. Ein Ferritin-Test aus dem Verbraucherlabor ist kein Ersatz für eine ärztliche Diagnostik.
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