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wie testet man glutenunverträglichkeit

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wie testet man glutenunverträglichkeit

Die Testung auf Glutenunverträglichkeit ist nicht einheitlich, da der Begriff verschiedene Erkrankungen umfasst. Bei Zöliakie (autoimmune Glutenunverträglichkeit) erfolgt die Diagnose stufenweise: Zunächst wird im Blut auf spezifische Antikörper (tTG-IgA, Gesamt-IgA) getestet. Bei positivem Befund folgt eine Dünndarmbiopsie mittels Gastroskopie, die typische Zottenatrophie zeigt. Ein Gentest auf HLA-DQ2/DQ8 kann Zöliakie nahezu ausschließen, ersetzt aber nicht die Biopsie. Die nicht-zöliakische Glutensensitivität (NCGS) ist eine Ausschlussdiagnose: Nach Ausschluss von Zöliakie und Weizenallergie wird eine doppelblinde, placebokontrollierte Glutenprovokation durchgeführt – im Alltag oft durch eine mehrwöchige glutenfreie Diät mit anschließender Wiedereinführung. Die Weizenallergie wird mittels IgE-Antikörpertests oder Pricktest diagnostiziert. Wichtig: Vor einer glutenfreien Diät sollte immer eine vollständige Zöliakie-Diagnostik erfolgen, da die Diät die Antikörper negativ werden lässt und eine spätere Abklärung erschwert. Selbsttests aus dem Internet (z. B. Stuhltests oder DNA-Kits) sind nicht ausreichend validiert und können keine medizinische Diagnose ersetzen. Bei Verdacht auf Glutenunverträglichkeit ist der Gang zum Gastroenterologen oder Hausarzt der einzig sichere Weg.

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