Die Behauptung, dass VDR-Genvarianten direkt und eindeutig die Fruchtbarkeit beeinflussen, ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt. Der Vitamin-D-Rezeptor (VDR) ist zwar an vielen Prozessen beteiligt, darunter Immunfunktion und Zellteilung, und ein Vitamin-D-Mangel wird mit Fertilitätsstörungen in Verbindung gebracht. Allerdings zeigen Studien zu spezifischen VDR-Polymorphismen (z. B. FokI, BsmI, TaqI) widersprüchliche Ergebnisse. Manche Metaanalysen deuten auf einen schwachen Zusammenhang mit Endometriose oder PCOS hin, andere finden keinen signifikanten Effekt. Die Evidenz ist überwiegend beobachtend und nicht kausal. Ein Gentest allein kann keine Fertilitätsprognose stellen. Wichtiger ist der gemessene Vitamin-D-Spiegel im Blut. Eine Supplementierung sollte nur bei nachgewiesenem Mangel erfolgen, da eine Überdosierung schädlich sein kann. Fazit: VDR ist ein Faktor unter vielen, kein „Fruchtbarkeitsgen“. Die Mythen um „Gen-basierte Fruchtbarkeitsdiäten“ sind übertrieben.
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